Meditation


«Meditation ist vor allem eine Art zu sein.»

Jon Kabat-Zinn


Während der Meditation sitzt der Praktizierende still und beobachtet, was er gerade an Gefühlen, Empfindungen, Gedanken und weiteren Phänomenen wahrnimmt: Ruhe, Frieden, Unruhe, Langeweile, Spannungen im Körper, kreisende Gedanken, Frustration usw. Dabei wird kein Zustand einem anderen vorgezogen. Die Haltung, die eingenommen wird, ist neutral. Es wird also nicht geurteilt, ob der Zustand als gut oder schlecht, angenehm oder störend empfunden wird.

In der Stille sitzend nimmt der Meditierende zum Beispiel das Kommen und Gehen von Emotionen wahr, ohne sich damit zu identifizieren. Es reicht, sich der Zustände bewusst zu werden. So lernen wir uns besser kennen, und die Dinge können sich durch die Wahrnehmung verändern. Wir erfahren auch, wie wir innere Distanz zu unserer Lebenssituation mit sämtlichen dazugehörigen Gedanken und Gefühlen gewinnen können. Erst diese Distanz hilft uns einen Raum zu schaffen, um wirklich wahrnehmen zu können. Voraussetzung dafür ist, dass wir innehalten, ins Innere lauschen und das anschauen, was sich uns in diesem einen Moment zeigt.

Es gibt viele Arten der Meditation, hier zwei davon:

  • das Gewahrsein, ein Wahrnehmen im Hier und Jetzt – in jedem Moment präsent, bewusst und achtsam sein, beobachten
  • das Ruhen in der eigentlichen Natur unseres Seins, also in dem, was manchmal der natürliche Zustand, der ursprüngliche Geist, reines Gewahrsein, Nicht-Geist oder einfach Leere genannt wird.

In meinen dynamischen Entspannungs- und Achtsamkeitskursen werden auch meditative Momente praktiziert.